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Uni Graz: Kostenanstieg durch Klimawandel für Apfelanbau berechnet

27. Juli 2018 von Helmut Mitteregger

Frisch, saftig, steirisch – so wirbt die Landwirtschaft für heimische Äpfel. Doch der Klimawandel meint es nicht gut mit der beliebten Obst-Ikone. Durch den Temperaturanstieg verlagert sich der Blühzeitpunkt im Frühjahr immer weiter nach vorne. Damit steigt die Gefahr für Frostschäden. ForscherInnen der Universität Graz haben das zukünftige Frostrisiko für Apfelbauern und -bäuerinnen in der Südoststeiermark erhoben und errechnet, welche Kosten durch Ernteausfälle bzw. verschiedene Vorsorgemaßnahmen zu erwarten sind. Die Ergebnisse der Arbeit wurden in der aktuellen Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift PLOS ONE veröffentlicht.

Zunahme von wirtschaftlichen Schäden
Durch die Spätfröste im April wurden 2016 achtzig Prozent und ein Jahr später fünfzig Prozent der Apfelernte in der Steiermark zerstört. Die Klimaphysiker Andrea Steiner und Lukas Brunner haben nachgewiesen, dass Blocking-Wetterlagen – das sind stabile Hochdrucksysteme – im Frühjahr ein wesentlicher Faktor für Kälteeinbrüche sind. Gleichzeitig zeigen regionale Klimamodelle, dass sich bis Ende dieses Jahrhunderts der Blühzeitpunkt von Ende auf Anfang April verschieben könnte. „Zusammengenommen lassen diese Erkenntnisse eine Zunahme von wirtschaftlichen Schäden erwarten“, fasst Christian Unterberger, Erstautor der aktuellen Publikation und Absolvent des DK Klimawandel, zusammen. Um dem Kostenrisiko gegenzusteuern, können entweder Maßnahmen zum Schutz der Ernte getroffen werden, oder aber die LandwirtInnen erhalten entsprechende finanzielle Unterstützung. „Wir haben verschiedene Maßnahmen evaluiert – wie etwa den Einsatz von Frostschutzberegnung, stationären und mobilen Windmaschinen sowie Frostheizung oder den Abschluss einer Versicherung – und die dafür anfallenden Kosten mit dem potenziellen Frostrisiko-Anstieg in Relation gesetzt“, erklärt Volkswirt Karl Steininger, der am Wegener Center die Forschungsgruppe EconClim leitet.

Klimawandel setzt auch dem Obstbau zu: Der heimische Apfelanbau steht schon jetzt und künftig mehr unter Druck. | Archivbild

Das Ergebnis der Studie: „Wenn das Frostrisiko bis Ende des Jahrhunderts ansteigt, wie es unsere Modelle erwarten lassen, dann wird der Apfelanbau insgesamt teurer werden, egal ob Schutzmaßnahmen zum Einsatz kommen oder man die Schäden in Kauf nimmt“, so Steininger. Auch der Wechsel von Sorten und Lagen könne zusätzliche Kosten nicht verhindern. „Für extrem betroffene landwirtschaftliche Betriebe rechnen sich am ehesten noch Frostschutzberegnung und Versicherungen“, ergänzt der Volkswirt. Damit bleibt die Frage, wer die Kosten übernehmen soll. Seit 2016 werden die Prämien für Versicherungen gegen Frostschäden bereits zu fünfzig Prozent subventioniert. Wenn es für die Steiermark wichtig ist, den Apfelanbau in der Region zu halten, wird solches Engagement zunehmend an Bedeutung gewinnen

Die Klimaforschung an der Universität Graz zeichnet sich durch interdisziplinäre Zusammenarbeit aus. Diese ist Voraussetzung für praxisrelevante, verlässliche Ergebnisse. Die aktuelle Publikation entstand aus der Kooperation von GeophysikerInnen und Volkswirten des Wegener Center für Klima und Globalen Wandel und des vom Wissenschaftsfonds FWF geförderten Doktoratskollegs Klimawandel sowie von PflanzenwissenschafterInnen des Instituts für Biologie der Universität Graz.

Publikation
Spring frost risk for regional apple production under a warmer climate
Christian Unterberger, Lukas Brunner, Stefan Nabernegg, Karl W. Steininger, Andrea K. Steiner, Edith Stabentheiner, Stephan Monschein, Heimo Truhetz / PLOS ONE

Kategorie: Forschung, News Stichworte: Äpfel, Folgeschäden, Klimawandel, Obstanbau, Uni Graz

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