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VIVET startet erste Entwicklungsprojekte

20. November 2025 von Birgit Fischer

VIVET hat die ersten beiden Entwicklungsprojekte gestartet, in denen chemische Verfahren und biotechnologische Systeme gemeinsam mit Industrie, Hochschulen und Start-ups weiterentwickelt werden. Dafür stehen umfangreiche Fördermittel bereit, die bis Ende 2028 eingesetzt werden, um nachhaltige und effizientere Prozesslösungen für die Chemie- und Pharmabranche voranzubringen. VIVET bündelt dafür unterschiedliche technische Ansätze, die Reaktionsoptimierung, Datenmanagement, Analytik und biotechnologische Produktion miteinander verbinden.

Innovationen für eine klimafreundliche Verfahrenstechnik: VIVET startet erste Projekte. | Foto: TH Mannheim, Marek Slipek
Innovationen für eine klimafreundliche Verfahrenstechnik: VIVET startet erste Projekte. | Foto: TH Mannheim, Marek Slipek

In der Innovationscommunity arbeiten große Industrieunternehmen, regionale KMU, Start-ups und mehrere Hochschulen zusammen. Die Technische Hochschule Mannheim übernimmt Aufgaben im Managementteam. Zugleich wirken BASF SE, Merck KGaA, Evonik Industries AG, F. Hoffmann-La Roche und Novartis Pharma GmbH an der Umsetzung mit. Durch diese Struktur werden digitale Werkzeuge, offene Methoden und experimentelle Verfahren in VIVET so kombiniert, dass neue Erkenntnisse und Anwendungen systematisch erschlossen und in die Praxis überführt werden können.

VIVET entwickelt chemische Prozesse mit neuen Methoden

Ein erstes Entwicklungsprojekt innerhalb von VIVET widmet sich der Optimierung chemischer Prozesse. Reaktionen wie Oxidation und Reduktion sollen energie- und ressourcenschonender gestaltet werden. Dafür nutzen die beteiligten Teams digitale Modelle und Echtzeit-Messungen, um Abläufe zunächst virtuell nachzubilden und anschließend gezielt im Labor zu testen. Diese Vorgehensweise macht den Übergang von kleinen Versuchsreihen zu industriellen Maßstäben sicherer und effizienter.

Über die reine Modellierung hinaus verbindet das Projekt moderne Prozessanalytik mit einem integrierten Datenmanagement. Dadurch lassen sich Reaktionsverläufe transparenter untersuchen, Abweichungen schneller erkennen und Optimierungsansätze gezielt bewerten. VIVET schafft damit eine Grundlage, um Entwicklungszyklen zu verkürzen und Rohstoffbedarf wie Energieeinsatz nachhaltig zu senken.

Biotechnologische Systeme als zweites VIVET-Projektfeld

Mixotrophe Kultivierung eines schnellwachsenden Cyanobakteriums im 20 L Maßstab. | Foto: Marco Witthohn, TH Bingen
Mixotrophe Kultivierung eines schnellwachsenden Cyanobakteriums im 20 L Maßstab. | Foto: Marco Witthohn, TH Bingen

Das zweite Entwicklungsprojekt befasst sich mit Mikroalgen und Cyanobakterien, die unter verschiedenen Umweltbedingungen untersucht werden. Ziel ist es, ihre natürlichen Produktionspotenziale besser zu verstehen und biotechnologische Prozesse daraus abzuleiten. Die Forschenden kombinieren dafür moderne Technologien wie Künstliche Intelligenz, sensible Messsysteme und biologische Analysen, um Wachstum, Stoffwechsel und Produktbildung präzise zu erfassen.

Diese Erkenntnisse können für Lebensmittel, Nahrungsergänzungsmittel sowie pharmazeutische und medizinische Anwendungen genutzt werden. Innerhalb von VIVET wird die Biotechnologie so als wichtiger Baustein eingesetzt, um nachhaltige Produktionsalternativen zu entwickeln und langfristig neue industrielle Verfahren zu ermöglichen.

VIVET setzt auf Effizienz, Struktur und nachhaltige Prozessentwicklung

VIVET verfolgt das Ziel, chemische und biotechnologische Prozessentwicklung neu zu strukturieren. Während bislang überwiegend empirisch gearbeitet wurde, setzt die Community auf die Kombination aus Modellierung, Online-Analytik und Datenmanagement. Prof. Dr. rer. nat. Mathias Hafner erläutert, dass damit sowohl Wissenstransfer als auch Ressourceneinsatz profitieren. Die Ziele umfassen eine Verkürzung der Entwicklungszeit um 50 Prozent, Kostensenkungen von 30 Prozent sowie eine Reduktion von Rohstoff- und Energieeinsatz um 20 bzw. 30 Prozent.

Diese Zielsetzungen unterstützen die Transformation hin zu nachhaltigeren Produktionsprozessen und stärken zugleich die Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts Rhein-Neckar. VIVET integriert dafür chemische Verfahrenstechnik, digitale Technologien und biotechnologische Systeme in einer Form, die robuste und schneller skalierbare Lösungen ermöglicht.

Offene Zusammenarbeit als strukturelle Grundlage von VIVET

Ein zentrales Merkmal von VIVET ist die offene Struktur der Zusammenarbeit. Hochschulen, KMU, Industrieunternehmen und Start-ups bringen ihre Ideen ein und entscheiden Projekte gemeinsam. Diese Offenheit sorgt dafür, dass Ergebnisse unmittelbar in industrielle Anwendungen übertragen werden können und hohe Relevanz für unterschiedliche Produktionsumgebungen besitzen.

Dr. Andreas Bamberg betont, dass die ko-kreative Entwicklung zwischen akademischer Forschung und industrieller Anwendung hochwertige, praktikable Lösungen hervorbringt. Durch die integrierte Nutzung von Prozessanalysetechnik und Prozessmodellierung in automatisierten Laboren lassen sich Qualitätssicherheit und Ressourceneffizienz weiter steigern. VIVET schafft damit ein Umfeld, das zielgerichteten Fortschritt ermöglicht und zugleich skalierbare Lösungen für verschiedene Branchen bereitstellt.

Kategorie: Forschung, News Stichworte: Algenbiotechnologie, Innovation, Verfahrenstechnik, VIVET

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