Mit der kontinuierlichen Umstellung auf erneuerbare Energien richtet Vetter die Energieversorgung an seinen Standorten auf die Reduktion der Treibhausgasemissionen aus. Der Pharmadienstleister plant, die absoluten Emissionen bis 2034 um 58,8 Prozent gegenüber dem Basisjahr 2021 zu senken.

Konkret bezieht das Unternehmen ab 2027 am Standort Ravensburg Süd in Mariatal Biomethan von der Naturenergie Rotachtal GmbH & Co. KG aus Horgenzell. Am Standort Ravensburg West wird der Strombedarf unter anderem durch eigene Photovoltaikanlagen gedeckt, die auf umgestalteten Flächen installiert wurden.
Biomethan stärkt die Energieversorgung am Standort Ravensburg Süd
Am Produktionsstandort Ravensburg Süd in Mariatal wird Vetter ab 2027 Biomethan einsetzen, das von der Naturenergie Rotachtal GmbH & Co. KG aus Horgenzell bereitgestellt wird. Die Nutzung von Biomethan ist in die bestehende Erdgasinfrastruktur eingebunden und erfordert keine zusätzlichen Leitungsbauten oder grundlegenden technischen Anpassungen an den Anlagen.
Der Einsatz dieses Energieträgers ermöglicht es dem Unternehmen, bestehende Versorgungssysteme weiter zu nutzen und gleichzeitig den Anteil erneuerbarer Energien zu erhöhen. Die regionale Herkunft des Biomethans ist dabei ein fester Bestandteil des Versorgungskonzepts und trägt zur Absicherung der Energieverfügbarkeit am Standort bei.
Bereits im Jahr 2025 deckte Vetter rund 11 Prozent seines Erdgasbedarfs durch Biomethan. In diesem Zeitraum konnten die Treibhausgasemissionen um mehr als 1.000 Tonnen CO₂ reduziert werden. Diese Erfahrungen bilden die Grundlage für den weiteren Ausbau des Biomethananteils.
Bis 2029 ist vorgesehen, den Einsatz von Biomethan im Energieportfolio auf rund 22 Millionen Kilowattstunden auszuweiten. Die schrittweise Erhöhung des Anteils ist Teil der langfristigen Planung zur Reduktion der absoluten Treibhausgasemissionen und ergänzt weitere Maßnahmen an den Standorten.
Photovoltaik und Flächenumgestaltung am Standort Ravensburg West
Am Standort Ravensburg West nutzt Vetter Photovoltaik zur Stromerzeugung. Rund 22 Prozent des dortigen Strombedarfs werden bereits durch Strom aus eigenen Photovoltaikanlagen gedeckt, der direkt am Standort verbraucht wird. Damit wird der Bezug von externem Strom reduziert.
Für den Ausbau der Photovoltaik-Kapazitäten wurde eine bisher als Parkfläche genutzte Fläche zurückgebaut. Auf dem Areal entstanden zusätzliche Möglichkeiten zur Installation von Photovoltaikanlagen, die in das bestehende Versorgungssystem integriert sind.

Parallel zur technischen Nutzung wurde die Fläche in eine naturnahe Wiesenfläche umgestaltet. Diese dient als Lebensraum für Insekten und beeinflusst das Mikroklima am Standort. Darüber hinaus ermöglichen die offenen Bodenflächen bei Starkregen eine direkte Versickerung des Regenwassers und entlasten damit die Kanalisation.
Der weitere Ausbau der Photovoltaik-Kapazitäten ist in Planung. Zusätzlich prüft Vetter perspektivisch den Einsatz von Wasserstofftechnologien als möglichen Bestandteil der künftigen Energieversorgung.
Treibhausgasemissionen sollen bis 2034 um 58,8 Prozent sinken
Die Maßnahmen an den Standorten Ravensburg Süd und West sind Teil der übergeordneten Klimaziele des Unternehmens. Vetter plant, die absoluten Treibhausgasemissionen bis 2034 um 58,8 Prozent gegenüber dem Basisjahr 2021 zu senken. Die Zielsetzung bezieht sich auf Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Mitte 2025 wurden die Klimaziele des Familienunternehmens von der Science Based Targets Initiative offiziell validiert. Die Validierung bestätigt, dass die Zielwerte mit den Anforderungen internationaler Klimastandards übereinstimmen. Zusätzlich erreichte Vetter im aktuellen EcoVadis-Nachhaltigkeits-Ranking erneut den Platin-Status und zählt damit zu den besten ein Prozent der bewerteten Unternehmen weltweit. Die Bewertung umfasst unter anderem Umweltaspekte, soziale Kriterien, Ethik sowie nachhaltige Beschaffung.
„Wir sind sehr stolz auf dieses Ergebnis und die Maßnahmen, die wir zur Reduzierung unseres CO2-Fußabdrucks ergreifen“, betont Geschäftsführer Henryk Badack. „Die Validierung durch die SBTi und die Platin-Bewertung von EcoVadis belegen, dass wir auf dem richtigen Weg sind und unsere ambitionierten Nachhaltigkeitsziele konsequent und zügig verfolgen.“