BASF stellt mit Ultramid® H33 L ein thermoplastisches Material mit hoher Wasserdurchlässigkeit vor, das sich als innovatives Material für Kunstdärme eignet. Die Kombination aus mechanischer Festigkeit und gezielter Durchlässigkeit für Wasser und Raucharomen eröffnet völlig neue Möglichkeiten in der Herstellung und Verarbeitung von Wurstwaren. Wurstprodukte können direkt im Darm geräuchert und anschließend effizient getrocknet werden, wodurch Produktionsprozesse optimiert und Materialressourcen eingespart werden.

Dieses neue Polyamid-Material ermöglicht Herstellern eine präzise Steuerung der Produktqualität. Dünnere Wandstärken reduzieren den Materialverbrauch, während die Stabilität des Kunstdarms erhalten bleibt. Gleichzeitig können bestehende Produktionsanlagen unverändert weiter genutzt werden, was eine einfache Implementierung in die industrielle Fertigung erlaubt.
Neue Anwendungsbereiche für Polyamid-Kunstdärme
Bisher wurden Kunstdärme häufig aus Kollagen oder Zellulose hergestellt. Mit Ultramid® H33 L kann nun ein thermoplastisches Polyamid genutzt werden, das dünner verarbeitet werden kann, ohne an Festigkeit einzubüßen. Die hydrophilen Eigenschaften des Materials sorgen dafür, dass Raucharomen während des Räucherns optimal in die Wurst eindringen. Gleichzeitig ermöglicht die hohe Wasserdurchlässigkeit eine direkte Trocknung der Produkte im Darm, was die Produktionszeiten verkürzt und die Konsistenz der Endprodukte verbessert.
“Ultramid H eröffnet neue Anwendungsbereiche für thermoplastische Polyamide, die bisher außerhalb der technischen Möglichkeiten lagen, und ist unter den Thermoplasten einzigartig. Es kann wie jedes andere Polyamid verarbeitet werden, so dass unsere Kunden Ultramid H ohne weitere Anpassung in ihre Produktionsprozesse integrieren können”, erklärt Dr. Rolf Minkwitz, verantwortlich für die Produktentwicklung von Polyamid bei BASF.
Technische Vorteile von Ultramid® H
Ultramid® H verbindet hohe Festigkeit mit Rauch- und Wasserdurchlässigkeit und ermöglicht somit eine besonders dünne Wandstärke bei gleichbleibender Stabilität. Das Material ist nicht essbar, lässt sich aber gut schälen und kann direkt in bestehende Produktionslinien integriert werden. Interne Tests belegen, dass Ultramid® H im Vergleich zu herkömmlichem PA6 deutlich schneller Wasser verdunsten lässt, wodurch Trocknungs- und Räucherprozesse effizienter ablaufen und die Produktqualität konstant hoch bleibt.
Die Kombination dieser Eigenschaften eröffnet neue Perspektiven für die Lebensmittelindustrie, insbesondere für Hersteller von Würsten und anderen Produkten, die auf präzise Feuchtigkeits- und Aromasteuerung angewiesen sind. Ultramid® H ermöglicht eine wirtschaftliche Produktion, da sowohl Materialverbrauch als auch Produktionszeiten reduziert werden können, ohne Kompromisse bei der Produktqualität einzugehen.
Vorstellung auf der K 2025
BASF präsentiert Ultramid® H erstmals auf der internationalen Fachmesse K 2025, die vom 8. bis 15. Oktober in Düsseldorf stattfindet. Mit dieser Innovation setzt BASF neue Maßstäbe in der Polyamidforschung und bietet der Lebensmittelindustrie eine leistungsstarke und flexible Lösung für die Herstellung von Kunstdärmen.