Analytik Jena stellt auf der SLAS 2026 International Conference & Exhibition vom 07. bis 11. Februar neue Automatisierungslösungen für Laborworkflows vor. Zu den gezeigten Systemen zählt der PULSEspencer R, das erste Modell einer digitalen und kontaktlosen Dispenser-Serie im Portfolio des Unternehmens.

Der PULSEspencer R ist für die präzise Dosierung kleinster Flüssigkeitsvolumina ausgelegt und unterstützt berührungsloses Arbeiten in automatisierten Laborprozessen. Er adressiert Anwendungen, bei denen reproduzierbare Ergebnisse, geringe Volumina und ein reduzierter Reagenzienverbrauch erforderlich sind, und eignet sich für verschiedene Forschungs- und Entwicklungskontexte der Lebenswissenschaften.
Kontaktloses Dispensieren im automatisierten Laborbetrieb
Der PULSEspencer R nutzt eine kontaktlose Dispenser-Technologie, bei der Flüssigkeiten mithilfe thermisch erzeugter Druckimpulse dosiert werden. Die Abgabe erfolgt über Einwegkassetten und ist für Medien wie DMSO, Wasser, kleine Moleküle sowie Biomoleküle ausgelegt. Abhängig vom eingesetzten Dispensehead deckt das System einen Volumenbereich von 8 Pikoliter bis 200 Mikroliter ab.
Die Arbeitsweise des Systems basiert auf den Prinzipien Miniaturisierung, direkte Verdünnung und schnelle Volumenverteilung. Dadurch lassen sich manuelle Dispensingschritte sowie zusätzliche Verdünnungs- und Normalisierungsvorgänge reduzieren. Der PULSEspencer R unterstützt eine strukturierte Vorbereitung von Assays und trägt zu einem effizienten Umgang mit Reagenzien bei.

Konstruktiv ist der PULSEspencer R kompakt ausgeführt und modular aufgebaut. Mit Abmessungen von 470 × 380 × 230 Millimetern lässt sich das System in unterschiedliche Laborumgebungen integrieren. Es ist kompatibel mit einer Vielzahl von Labware-Formaten, darunter 12- bis 1536-Well-Platten, Glasobjektträger sowie kundenspezifische Trägerformate.
Die zugehörige Software begleitet Anwender durch Einrichtung und Betrieb des Systems. Assay-Setups können dadurch strukturiert vorbereitet und reproduzierbar umgesetzt werden. Der PULSEspencer R ist darauf ausgelegt, automatisierte Low-Volume-Workflows zuverlässig abzubilden und gleichbleibende Dosierergebnisse zu unterstützen.
Der PULSEspencer R in unterschiedlichen Laborumgebungen
Der PULSEspencer R ist für Anwendungen in Drug Discovery und High-Throughput Screening ebenso vorgesehen wie für Genomics und Proteomics. Darüber hinaus kann das System in zellbasierten Assays, biochemischen Assays und Enzymstudien eingesetzt werden. Auch Workflows in der synthetischen Biologie, bei CRISPR-Anwendungen sowie in der personalisierten Medizin, Diagnostik und bei Multiplex-Assays werden unterstützt.

Zur Anpassung an unterschiedliche Anforderungen stehen verschiedene Kassettenvarianten mit vier oder acht Dispenseheads zur Verfügung. Je nach Ausführung können unterschiedliche Volumenbereiche und Flüssigkeitstypen verarbeitet werden, darunter wässrige Lösungen, DMSO, PCR-Mastermischungen und proteinbasierte Reagenzien. Damit deckt der PULSEspencer R ein breites Anwendungsspektrum ab.
Analytik Jena auf der SLAS 2026
Neben dem PULSEspencer R zeigt Analytik Jena auf der SLAS 2026 weitere Lösungen für automatisierte Laborprozesse. Dazu gehört das Exhibitor Tutorial „CyBio FeliX as Your Excellent Source of Protein – Now Including the Tough Ones“, das am Montag, den 09. Februar 2026, von 14:00 bis 15:00 Uhr EST im Raum 102A stattfindet. Thematisiert werden automatisierte Proteinreinigungs-Workflows für Antikörper, markierte Proteine und Membranproteine unter Nutzung der NativeMP™ Technologie in Kooperation mit Cube Biotech.
Am Stand 2243 werden außerdem Live-Demonstrationen zur Proteinreinigung gezeigt, eine NGS-Workcell für Next-Generation Sequencing vorgestellt sowie Anwendungen im Bereich nachhaltiges Low-Volume-Dispensing erläutert. Ergänzend werden Cell-Assay-Workflows präsentiert, bei denen die CyBio FeliX Plattform in Sicherheitswerkbank-Setups eingesetzt wird.