Der Österreichische Wissenschaftsfonds FWF fördert gemeinsam mit der National Research Foundation of Korea (NRF) neue bilaterale Forschungsprojekte mit Partnerinstitutionen in Südkorea. Unterstützt werden dreijährige Kooperationen in den Bereichen Biotechnologie, Künstliche Intelligenz und Quantenforschung; Einreichungen sind vom 11. Februar bis 26. März 2026 möglich.
Das Förderangebot richtet sich an Forschende an österreichischen Universitäten und außeruniversitären Forschungsstätten, die eng integrierte Projekte mit Kollegen in Südkorea umsetzen. Ziel ist es, durch die internationale Zusammenarbeit wissenschaftliche Synergien zu schaffen und den strukturierten Austausch von Know-how zwischen den beteiligten Forschungssystemen zu vertiefen.

Südkorea ist ein zentraler strategischer Forschungspartner für Österreich
Südkorea zählt zu den führenden Forschungsnationen Asiens und nimmt eine zentrale Rolle im internationalen Wissenschaftssystem ein. Das Land gilt als globaler Innovations-Hotspot und verfügt über leistungsstarke Universitäten sowie eine ausgeprägte Forschungsinfrastruktur. Für Österreich und Europa ist Südkorea daher ein wichtiger strategischer Partner, insbesondere im Hinblick auf langfristige wissenschaftliche Kooperationen und den Austausch von Expertise.
Zusätzliche Bedeutung erhält die Zusammenarbeit durch die Teilnahme Südkoreas an Horizon Europe. Seit 2025 ist Südkorea das erste asiatische Land, das am EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation beteiligt ist. Die bilaterale Förderinitiative des FWF ergänzt diese Einbindung und schafft einen weiteren strukturierten Rahmen, um die Forschungskooperation zwischen Österreich und Südkorea gezielt zu vertiefen.
Die bilateralen Projekte konzentrieren sich auf klar definierte Stärkefelder
Die aktuelle Ausschreibung konzentriert sich auf drei Themenfelder: Biotechnologie, Künstliche Intelligenz und Quantenforschung. Diese Bereiche spiegeln jene wissenschaftlichen Stärkefelder wider, in denen sowohl Österreich als auch Südkorea international sichtbar sind und über komplementäre Kompetenzen verfügen. Die thematische Fokussierung bildet die Grundlage für Projekte mit hohem wissenschaftlichem Anspruch und internationaler Relevanz.
Durch die Zusammenarbeit in diesen Forschungsfeldern sollen neue Synergien entstehen, die den wissenschaftlichen Fortschritt beschleunigen und den Know-how-Transfer zwischen den beteiligten Institutionen fördern. Die Forschungskooperation ist darauf ausgerichtet, substanzielle Beiträge auf beiden Seiten zu ermöglichen und den Mehrwert der internationalen Zusammenarbeit klar erkennbar zu machen.
Die Förderung erfolgt über eng integrierte Einzelprojekte mit klarer Struktur
Die bilateralen Forschungsprojekte sind als internationale Einzelprojekte mit einer Laufzeit von 36 Monaten angelegt. Beide Partner leisten dabei einen substanziellen wissenschaftlichen Beitrag, sodass ein klarer Mehrwert durch die Zusammenarbeit zwischen österreichischen und koreanischen Forschungseinrichtungen entsteht.
Die Förderung ist wettbewerblich organisiert und auf eine begrenzte Anzahl von Vorhaben ausgelegt. In der aktuellen Ausschreibung können bis zu fünf Projekte bewilligt werden, sofern die wissenschaftliche Qualität und die Integration der Projektteile auf beiden Seiten überzeugen.
Die National Research Foundation of Korea koordiniert Forschung auf nationaler Ebene
Die National Research Foundation of Korea wurde 2009 durch die Zusammenführung mehrerer nationaler Forschungsorganisationen gegründet und fungiert seither als zentrale Institution für das Forschungsmanagement in Südkorea. Sie unterstützt sämtliche akademischen Disziplinen von den Geistes- und Sozialwissenschaften bis zu Naturwissenschaften und Technik und verfolgt das Ziel, exzellente Forschung und kreative Talente nachhaltig zu fördern.
Als nationale Koordinationsstelle für Forschung und Entwicklung richtet die Organisation ihre Aktivitäten an staatlichen Prioritäten aus und stärkt gezielt internationale Partnerschaften. Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt auf dem Ausbau globaler Kooperationen und der Förderung gemeinsamer Forschungsprojekte, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit Südkoreas langfristig zu sichern und weiter auszubauen.