Auf der Grüne Woche 2026 nutzten Aussteller aus mehr als 50 Ländern die Messe in Berlin, um Produkte, Konzepte und aktuelle Entwicklungen aus Landwirtschaft, Ernährungswirtschaft und Gartenbau vorzustellen. Die hohe internationale Beteiligung prägte das Messegeschehen und unterstrich die Rolle der Veranstaltung als zentrale Plattform für Austausch und Vernetzung innerhalb der Branche.

Bei der 100-jährigen Jubiläumsausgabe zeigten rund 1.600 Aussteller ein breites inhaltliches Spektrum. Vorgestellt wurden klassische Agrar- und Lebensmittelprodukte ebenso wie neue Ernährungskonzepte und technologische Anwendungen für Produktion, Verarbeitung und Lagerung, ergänzt durch Fachformate und thematische Sonderschauen.
Aussteller aus über 50 Ländern prägen die Grüne Woche 2026
Mit Ausstellern aus mehr als 50 Ländern zeigte sich die Grüne Woche 2026 erneut als international ausgerichtete Messe für Landwirtschaft, Ernährungswirtschaft und Gartenbau. Auf dem Berliner Messegelände präsentierten Unternehmen, Verbände und Institutionen ihre Angebote entlang der gesamten land- und ernährungswirtschaftlichen Wertschöpfungskette – von landwirtschaftlichen Erzeugnissen über verarbeitete Lebensmittel bis hin zu neuen Produktideen und Dienstleistungen. Die internationale Beteiligung bestimmte dabei das Messebild ebenso wie die Vielfalt der vertretenen Marktsegmente.
Innerhalb dieses internationalen Rahmens nahmen regionale Auftritte einen festen Platz ein. Mecklenburg-Vorpommern trat als Partner der Grüne Woche auf und gestaltete einen eigenen Länderauftritt, der kulinarische und touristische Angebote bündelte. Auch weitere Bundesländer waren mit eigenen Präsentationen vertreten und nutzten die Messe, um regionale Produkte, Erzeugerstrukturen und Vermarktungsansätze sichtbar zu machen. Internationale Gemeinschaftsstände und nationale Präsentationen ergänzten diese Struktur und prägten das Erscheinungsbild der Messe über alle Veranstaltungstage hinweg.

Das Ausstellungsangebot spiegelte zugleich die Bandbreite aktueller Entwicklungen in der Ernährungswirtschaft wider. Neben klassischen Lebensmitteln präsentierten Unternehmen vegetarische und vegane Produkte, zuckerreduzierte Erzeugnisse sowie Konzepte für eine bewusste und alltagstaugliche Ernährung. Internationale Spezialitäten standen dabei neben regionalen Verarbeitungsprodukten und handwerklich geprägten Angeboten, wodurch unterschiedliche Produktionsweisen und Konsumgewohnheiten sichtbar wurden.
Jubiläumsausgabe verbindet Messegeschichte mit aktuellen Branchenthemen
Ein zentraler Bestandteil der Grüne Woche 2026 war die Sonderschau „100 Jahre Grüne Woche“. Sie bot historische Einblicke in die Entwicklung der Messe sowie der Land- und Ernährungswirtschaft über ein Jahrhundert hinweg. Exponate, Bildmaterial und Dokumente zeigten, wie sich Produktionsbedingungen, Vermarktungsformen und Konsumverhalten im Laufe der Zeit verändert haben, und stellten diese Entwicklungen heutigen Verfahren und Marktstrukturen gegenüber.
Ergänzt wurde dieser historische Rückblick durch weitere Messeformate, die aktuelle Themen der Branche aufgriffen. Die Blumenhalle orientierte sich gestalterisch an den Goldenen Zwanzigern, während die erweiterte Bio-Halle und die Tierhalle gegenwärtige Aspekte von Produktion, Haltung und Vermarktung abbildeten. Auch der ErlebnisBauernhof war Teil des Messeangebots. Mit dem young generation hub wurde zudem ein Bereich geschaffen, der auf vergrößerter Fläche Mitmachangebote, Berufsorientierung und Einblicke in Ausbildungs- und Tätigkeitsfelder der Land- und Ernährungswirtschaft vereinte.
Inhaltlich griff die Grüne Woche eine Vielzahl fachlicher Fragestellungen auf. Themen wie Ernährungssicherung, Wasserverfügbarkeit, Ressourcennutzung, Nachhaltigkeit, Tierwohl sowie Innovationen in Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion fanden in Präsentationen, Gesprächen und begleitenden Formaten ihren Platz. Auch wirtschaftliche Rahmenbedingungen, darunter Marktstrukturen, Preisentwicklungen und internationale Handelsbeziehungen, wurden im Rahmen der Messe behandelt.
Fachlicher Austausch, Innovationen und internationaler Rahmen
Im Umfeld der Grüne Woche fand erneut das Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) statt. Unter dem Leitmotiv „Wasser. Ernten. Unsere Zukunft“ kamen rund 2.000 Fachleute aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft zusammen, um globale Herausforderungen der Land- und Ernährungswirtschaft zu diskutieren. Höhepunkt war die 18. Berliner Agrarministerkonferenz mit Delegationen aus 61 Staaten, die eine gemeinsame Abschlusserklärung zu effizienter Wassernutzung, Hochwasserschutz sowie zum Erhalt von Wäldern und Gewässern verabschiedeten. Das Forum war organisatorisch und inhaltlich an die Messe angebunden.

Auch neue technologische und unternehmerische Ansätze waren Teil der Grüne Woche 2026. Bei den Startup-Days präsentierten zehn junge Unternehmen aus der Agtech- und Foodbranche ihre Entwicklungen. Vorgestellt wurden digitale Anwendungen für Produktion und Lagerung, neue Proteinquellen sowie Lösungen zur Reduzierung von Lebensmittelverlusten. Ausgezeichnet wurde das Startup SkoneLabs mit einem KI-gestützten Sensorsystem zur Unterstützung der Lagerung frischer Früchte. Weitere Konzepte reichten von fermentierten, pflanzenbasierten Produkten bis hin zu Proteinlösungen aus Mikroorganismen.
Die nächste Grüne Woche findet vom 15. bis 24. Januar 2027 in Berlin statt. Veranstalterin ist die Messe Berlin GmbH, unterstützt von den ideellen Trägern Deutscher Bauernverband und Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie.