Mit der organisatorischen Neuaufstellung von Greiner Mediscan richtet die Greiner Gruppe ihr Sterilisationsgeschäft strukturell neu aus. Die bisherige Tochtergesellschaft der Greiner Bio-One International GmbH wird als eigenständige Sparte direkt unter der Greiner AG geführt; zugleich übernimmt Bernhard Achleitner mit 1. Jänner 2026 die Funktion des CEO.

Die Neustrukturierung erfolgt in einem Marktumfeld, das von einer weltweit steigenden Nachfrage nach Sterilisationsdienstleistungen geprägt ist. Regulatorische Anforderungen sowie der wachsende Bedarf an sterilen Produkten in der Medizin-, Pharma- und Lebensmittelindustrie bestimmen die Dynamik. Durch die direkte Anbindung an die Holding sollen technologische Kompetenzen gebündelt und die weitere Skalierung systematisch vorangetrieben werden.
Sterilisationsgeschäft künftig direkt auf Holdingebene verankert
Mit der Verankerung unter dem Dach der Greiner AG wird Mediscan aus der bisherigen Einbindung in die Greiner Bio-One International GmbH herausgelöst. Die neue Struktur schafft eine eigenständige organisatorische Grundlage innerhalb der Gruppe und stärkt die klare Zuordnung des Sterilisationsgeschäfts auf Konzernebene. Damit werden Entscheidungswege gebündelt und die Weiterentwicklung des Geschäftsbereichs strukturell abgesichert.
Greiner Mediscan zählt in Europa zu den führenden Anbietern im Bereich der Sterilisation von Medizinprodukten. Darüber hinaus umfasst das Leistungsspektrum die Entkeimung von Lebensmittelverpackungen sowie die Funktionsverbesserung von Kunststoffen und Halbleitern mittels ionisierender Strahlung. Zum Einsatz kommen E-Beam-, X-Ray- und Gamma-Technologien, die unterschiedliche industrielle Anwendungen ermöglichen und eine breite Kundenbasis in regulierten Märkten bedienen.
„Mit der Neuaufstellung der Greiner Mediscan als eigenständige Sparte der Greiner Gruppe schaffen wir die Voraussetzungen, um unsere Innovationskraft und unser Know-how noch breiter wirksam zu machen und neue Impulse für die strategische Entwicklung zu setzen“, betont Saori Dubourg, CEO der Greiner AG.
Investitionen und Standortausbau als Grundlage
Bereits 2024 wurde der Standort in Kremsmünster umfassend erweitert. Mit Investitionen von 22 Millionen Euro erhöhte das Unternehmen seine Kapazitäten deutlich; der Standort zählt damit zu den größten Sterilisationszentren Europas. Die infrastrukturelle Erweiterung bildet eine zentrale Voraussetzung für die Bearbeitung zusätzlicher Volumina und komplexer Kundenanforderungen.
Die gestiegenen Kapazitäten tragen der wachsenden Nachfrage nach Sterilisationsdienstleistungen Rechnung. Neben der Sterilisation von Medizinprodukten gewinnt die Entkeimung von Verpackungslösungen für die Lebensmittelindustrie weiter an Bedeutung. Zusätzlich werden Anwendungen in der Automobil- und Elektronikindustrie bedient, etwa bei der Funktionsverbesserung von Kunststoffen und Halbleitern durch ionisierende Strahlung.
Bernhard Achleitner übernimmt CEO-Funktion bei Mediscan
Mit der Bestellung von Bernhard Achleitner zum CEO erhält Mediscan eine Führungspersönlichkeit mit umfassender Branchenexpertise. Achleitner verfügt über mehr als 18 Jahre Erfahrung in der pharmazeutischen, Generika- und Biotechnologiebranche. Zuletzt war er als Head of Strategy and Operations bei Novartis Österreich tätig und bekleidete zuvor leitende Positionen bei Novartis Deutschland, EY und Sandoz.

Er verfügt über einen Executive MBA in General Management, einen Masterabschluss in Wirtschaftsinformatik sowie ein Ingenieursdiplom in Elektrotechnik. „Ich freue mich darauf, gemeinsam mit dem erfahrenen Team von Greiner Mediscan die internationale Entwicklung weiter voranzutreiben und unsere Innovationskraft gezielt einzusetzen, um die Position von Greiner Mediscan im stark wachsenden Marktumfeld zu stärken“, betont Bernhard Achleitner.
Markus Niederreiter, bisher Geschäftsführer der Tochtergesellschaft, wird Teil des neuen Führungsteams von Greiner Mediscan und verantwortet künftig die technologische Weiterentwicklung. Damit bleibt das bestehende Know-how im Unternehmen verankert und wird in der neuen Struktur weitergeführt.
Über Mediscan
Greiner Mediscan zählt in Europa zu den führenden Anbietern im Bereich der Sterilisation von medizinischen Produkten, der Entkeimung von Lebensmittelverpackungen oder der Funktionsverbesserung von Kunststoffen und Halbleitern mittels ionisierender Strahlung (E-Beam-, X-Ray- und Gamma-Technologie). Das Unternehmen betreibt aktuell drei Standorte in Kremsmünster und Seibersdorf und erwirtschaftet mit insgesamt 70 Mitarbeitenden einen Umsatz von ca. 20 Millionen Euro (2024), wobei etwa 70 Prozent des Umsatzes durch Drittkunden aus der Medizin-, Lebensmittel-, Automobil- und Elektronikindustrie generiert werden.