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GEA erweitert Kapazitäten für Gefriertrocknung

20. Februar 2026 von Birgit Fischer

Mit einem neuen Technologiezentrum in Elsdorf erweitert GEA seine Kapazitäten für Gefriertrocknung und investiert dafür über 80 Millionen Euro. Rund 260 Mitarbeitende arbeiten dort künftig in Forschung und Entwicklung, Konstruktion, Fertigung, Montage und Service. Die Bündelung dieser Bereiche unter einem Dach stärkt die Position des Unternehmens im wachsenden Markt für pharmazeutische Anwendungen.

GEA hat am 11. Februar 2026 ein neues Pharma-Technologiezentrum in Elsdorf (Nordrhein-Westfalen) eröffnet. | Foto: GEA
GEA hat am 11. Februar 2026 ein neues Pharma-Technologiezentrum in Elsdorf (Nordrhein-Westfalen) eröffnet. | Foto: GEA

Der Neubau ersetzt das bisherige Werk für Gefriertrocknung im benachbarten Hürth, das an seine Kapazitätsgrenzen gestoßen war. Durch erweiterte Produktionsmöglichkeiten und verkürzte Produktionszeiten reagiert GEA auf die steigende Nachfrage nach Anlagen für die pharmazeutische Gefriertrocknung.

Strategischer Ausbau der Gefriertrocknung am Standort Elsdorf

Mit dem neuen Technologiezentrum in Elsdorf baut GEA seine Aktivitäten in der Gefriertrocknung strategisch weiter aus. Die Investition von über 80 Millionen Euro zielt darauf ab, Innovationskraft und Produktionsleistung im Pharmabereich parallel zu steigern. Zur Eröffnung betonte CEO Stefan Klebert: „Mit unserem neuen Technologiezentrum in Elsdorf investieren wir in eines unserer Wachstumsfelder und stärken unsere Innovationsfähigkeit im Pharmabereich weiter. Auch unsere Produktionskapazitäten steigern wir deutlich. Beides hilft uns, unsere führende Position in diesem hochinnovativen Marktsegment auszubauen.“ Damit ordnet das Unternehmen die Gefriertrocknung klar als zentrales Wachstumsfeld ein.

Am neuen Standort arbeiten rund 260 Mitarbeitende in Entwicklung, Konstruktion, Fertigung, Montage und Service eng verzahnt zusammen. Die räumliche und organisatorische Bündelung dieser Bereiche schafft kürzere Abstimmungswege und effizientere Abläufe. Gleichzeitig werden die Produktionszeiten verkürzt und die Kapazitäten erweitert. Das bisherige Werk im benachbarten Hürth, das an seine Grenzen gestoßen war, wird damit abgelöst und die Voraussetzungen geschaffen, um die steigende Nachfrage nach Anlagen für die pharmazeutische Gefriertrocknung umfassend zu bedienen.

CO₂-neutrale Produktionsbedingungen

Neben dem Kapazitätsausbau prägt die energetische Konzeption den neuen Standort. Das Technologiezentrum für Gefriertrocknung ist als CO₂-neutraler Betrieb ausgelegt. Auf den Dächern der Produktionshallen und Bürogebäude sind Photovoltaik-Anlagen installiert, die gemeinsam mit begrünten Dachflächen zur nachhaltigen Energieversorgung beitragen. Der erzeugte Strom wird unter anderem für Luft-Wasser-Wärmepumpen genutzt, die sowohl die Gefriertrocknung selbst als auch das Heizen und Kühlen der Gebäude unterstützen.

Auf diese Weise lassen sich in der Produktion bis zu 7.000 Tonnen CO₂ einsparen. Darüber hinaus versorgt die Photovoltaikanlage 30 Ladestationen für E-Autos und Flottenfahrzeuge sowie sechs Stationen für E-Bikes. Auch die Gestaltung des rund 45.000 Quadratmeter großen Geländes folgt diesem Ansatz: Möglichst viele Flächen wurden mit Graspflastersteinen ausgeführt, um die Versiegelung gering zu halten. Die infrastrukturelle Planung ist damit eng auf die Anforderungen einer energieintensiven Gefriertrocknung abgestimmt.

Gefriertrocknung zwischen Marktanforderung und Energieeffizienz

Die Gefriertrocknung ist für zahlreiche temperaturempfindliche Arzneimittel ein unverzichtbarer Produktionsschritt, da sie Haltbarkeit und Transportfähigkeit gewährleistet. Zu den entsprechenden Produkten zählen Impfstoffe, Antibiotika, Seren und Diagnosemittel ebenso wie proteinhaltige und biotechnologische Erzeugnisse, Zellen, Gewebe und Chemikalien. Gleichzeitig unterliegen diese Prozesse hohen Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen der Pharmaindustrie und gelten traditionell als energieintensiv. Mit innovativen Anlagen und optimierten Verfahren reduziert GEA den Energiebedarf deutlich und entwickelt seine Kapazitäten in der Gefriertrocknung seit Jahren systematisch weiter.

Eröffnung des neuen GEA Pharma-Technologiezentrums in Elsdorf: Johannes Giloth (COO, GEA), Michael Asenkerschbaumer (Managing Director Lyophilization, GEA), Andreas Heller (Bürgermeister Stadt Elsdorf), Prof. Dieter Kempf (Vorsitzender des Aufsichtsrates, GEA), Mona Neubaur (Wirtschaftsministerin des Landes Nordrhein-Westfalen) und GEA CEO Stefan Klebert (1. Reihe von links nach rechts). | Foto: GEA
Eröffnung des neuen GEA Pharma-Technologiezentrums in Elsdorf: Johannes Giloth (COO, GEA), Michael Asenkerschbaumer (Managing Director Lyophilization, GEA), Andreas Heller (Bürgermeister Stadt Elsdorf), Prof. Dieter Kempf (Vorsitzender des Aufsichtsrates, GEA), Mona Neubaur (Wirtschaftsministerin des Landes Nordrhein-Westfalen) und GEA CEO Stefan Klebert (1. Reihe von links nach rechts). | Foto: GEA

Die Bedeutung des Standorts reicht dabei über das Unternehmen hinaus. Zur Eröffnung erklärte Mona Neubaur, stellvertretende Ministerpräsidentin und Wirtschaftsministerin des Landes Nordrhein-Westfalen: „Heute ist ein guter Tag für die Zukunft in Elsdorf und im gesamten Rheinische Revier. Die GEA Group treibt die weltweite Transformation hin zu einer klimaneutralen Produktion aus dem Herzen Nordrhein-Westfalens heraus voran. Eine effiziente, digital vernetzte Produktionsweise und nachhaltige Technologien bringen uns einer resilienten und klimaneutralen Wirtschaft ganz konkret näher. In Elsdorf zeigt sich: NRW bietet verlässliche Rahmenbedingungen, um Investitionen mit Signalwirkung zu ermöglichen. So sichern wir auch in herausfordernden Zeiten gute Arbeitsplätze, industrielle Wertschöpfung und Wettbewerbsfähigkeit.“

Kategorie: Firmen, News Stichworte: GEA, Gefriertrocknung, Investition, Technologiezentrum

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