Beim Waschen von Blattgemüse wie Salat oder Spinat aus Freilandanbau ist die Sandentfernung ein zentrales Qualitätskriterium. Grobe Partikel wie Sand oder Lehm verursachen beim Verzehr ein unangenehmes Knirschen, feine Teilchen stören das Mundgefühl – beides beeinflusst die Produktbewertung durch Verbraucher:innen maßgeblich.

Sormac hat das Verhalten dieser Bodenpartikel in einem firmeneigenen Labor detailliert untersucht. Die Ergebnisse der theoretischen und praktischen Studien bilden die Grundlage für die Entwicklung von Technologien, die eine produktschonende und effektive Reinigung ermöglichen. Das Ziel ist eine optimierte Sandentfernung entlang der gesamten Verarbeitungsstrecke.
Gezielte Sandentfernung für saubere Blattgemüseprodukte
Erdanhaftungen bestehen aus unterschiedlichen Korngrößen. Die Einteilung reicht von Ton (< 2 µm) über Schluff (> 2 µm, < 60 µm), Sand (> 60 µm, < 2 mm) bis hin zu Kies (> 2 mm). Insbesondere Sand verdient Aufmerksamkeit: Während grobe Körner deutlich beim Kauen stören, können auch kleinere Teilchen das haptische Produkterlebnis beeinträchtigen. Die vollständige Entfernung dieser Rückstände ist deshalb für die sensorische Qualität entscheidend.
Wasserströmung als Reinigungselement
Ein zentrales Element in der Verarbeitung sind Transportrinnen, durch die das Gemüse mit Wasser befördert wird. In diesen Rinnen wird eine laminare Strömung erzeugt – ein gleichmäßiger Fluss, der die Produkte schonend transportiert und zugleich dafür sorgt, dass sich anhaftende Partikel ablösen können. Die Partikel sinken ab und werden anschließend über eine sogenannte Sandfalle entfernt.
Vorgelagerte Abscheidung bei hohem Sandanteil
Bei besonders sandhaltigen Produkten wie Feldsalat reicht die Sandfalle allein oft nicht aus. Hier kommt ein vorgelagerter Sandabscheider zum Einsatz, der größere Mengen an Bodenpartikeln bereits vor der Hauptwäsche entfernt. Diese technische Ergänzung erhöht die Reinigungsleistung und schützt nachfolgende Verarbeitungsschritte.
Forschungsergebnisse fließen in die Technik
Die im Labor gewonnenen Erkenntnisse liefern präzise Daten darüber, wie viele Partikel eines bestimmten Durchmessers in Rinnen einer bestimmten Länge entfernt werden können. Diese quantitativen Aussagen bilden die Grundlage für die Auslegung und Optimierung von Waschlinien und Verarbeitungsmodulen.
Technologische Lösungen von Sormac
Die Rinnenwäscher WF von Sormac kombinieren eine Edelstahlrinne mit einem Lufteinspritzsystem, das gezielt Turbulenzen erzeugt. Dies verbessert die Reinigungswirkung zusätzlich. Die Kapazität beträgt bis zu 3.500 kg pro Stunde. Die Transportrinne TF, ebenfalls mit einer Kapazität von 3.500 kg pro Stunde, bietet darüber hinaus Flexibilität bei der Integration in bestehende Verarbeitungsanlagen. Beide Systeme sind wichtige Bestandteile eines ganzheitlichen Ansatzes zur zuverlässigen Sandentfernung.