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CO₂-neutrale Gerste: BASF & Boortmalt reduzieren Emissionen

24. März 2025 von Birgit Fischer

BASF und Boortmalt zeigen, wie innovative Methoden zur CO₂-Reduktion im Gerstenanbau beitragen können. Dank des Global Carbon Farming Program konnten Landwirte in Irland ihre Emissionen um beeindruckende 90 % senken.

Landwirte im Wexford County (Irland) bei der Ernte im Jahr 2024. Sie beliefern Boortmalt für die Produktion von Gerstenmalz. | Foto: BASF
Landwirte im Wexford County (Irland) bei der Ernte im Jahr 2024. Sie beliefern Boortmalt für die Produktion von Gerstenmalz. | Foto: BASF

Diese Entwicklung markiert einen wichtigen Schritt in Richtung nachhaltiger Lebensmittelproduktion. Verified Impact Units (VIU)1 belegen die Einsparungen, während verifizierte Standards die Transparenz in der Wertschöpfungskette stärken. Damit profitieren nicht nur Landwirte, sondern auch Unternehmen, die ihre Klimaziele erreichen wollen.

Gerstenanbau im Wandel: BASF treibt klimafreundliche Lösungen voran

„Die Reise, die wir 2022 begonnen haben, hat durch die VIUs einen entscheidenden Meilenstein erreicht“, sagte Marko Grozdanovic, Senior Vice President Global Marketing bei BASF Agricultural Solutions. „Dieser Erfolg zeigt das Potenzial einer klimafreundlichen Landwirtschaft und des Global Carbon Farming Program von BASF. Es unterstreicht auch, wie wichtig es ist, Landwirte und Interessengruppen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zusammenzubringen, um skalierbare Lösungen zu entwickeln.“

Durch das Global Carbon Farming Program, das von xarvio ® Digital Farming Solutions unterstützt wird, haben Landwirte in Irland nachhaltige Anbaumethoden eingeführt. Dazu zählt auch der Einsatz von Zwischenfrüchten. Dadurch kam es zu einer durchschnittlichen Ersparnis von 2,3 Tonnen CO2e pro Hektar. Dies entspricht einer Reduktion um 90 Prozent aller Treibhausgase und ist damit fast CO2 neutral. Für Unternehmen, die Emissionen entlang ihrer Wertschöpfungskette (Scope 3-Emissionen2) reduzieren und die Verpflichtungen der Science Based Targets Initiative (SBTi) erfüllen wollen, ist dies eine gute Möglichkeit.

Erster Verifizierungsstandard für Carbon Insetting in Europa

„Wir sind stolz, zusammen mit unseren Partnern die ersten in Europa zu sein, die für ihr Carbon Insetting-Projekt den Verifizierungsstandard von Verra erreicht haben“, sagte Gustavo Palerosi Carneiro, Senior Vice President BASF Agricultural Solutions für EMEA und CIS. „Durch eine zuverlässige Verifizierung und Zertifizierung werden Landwirte für nachhaltige Praktiken entlohnt, die der Umwelt zugutekommen, ohne die Produktivität zu beeinträchtigen. Wir freuen uns, mit Partnern in der Lebensmittel-Wertschöpfungskette und Landwirtschaft unser Carbon Farming Program weiterzuentwickeln und ihnen innovative Lösungen anzubieten.“

Agronomen von Boortmalt haben eng mit Gerstenbauern auf dem Feld zusammengearbeitet. Die Landwirte wissen um die Vorteile, die nachhaltige Anbaumethoden für den Boden, die biologische Vielfalt und die Umwelt mit sich bringen. Die Umstellung von konventionellen auf nachhaltigere Methoden ist jedoch nicht immer einfach. Die Landwirte müssen sich nicht nur neues Wissen aneignen, sondern unter Umständen auch in neue Materialien investieren, z. B. in Saatgut für Zwischenfrüchte. Boortmalt weiß, dass eine Lösung für die Wertschöpfungskette erforderlich ist, die nicht nur die Emissionen im Gerstenanbau reduziert, sondern auch Rentabilitätsmöglichkeiten für die Landwirte schafft, um diese Veränderungen zu beschleunigen und zu unterstützen. „Diese ersten VIUs stellen einen entscheidenden Schritt nach vorne dar, der den Landwirten zugutekommt und unser Engagement bekräftigt, Treibhausgasemissionen zu reduzieren und Nachhaltigkeit zu fördern“, sagte Gauthier Boels, Group Sustainable Agriculture Manager bei Boortmalt.

Verifizierung schafft Vertrauen in CO₂-Einsparungen

Das Global Carbon Farming Program von BASF setzt das Agrarprotokoll von Verra (VM0042) um und arbeitet mit SustainCERT zusammen, einer unabhängigen Validierungs- und Verifizierungsstelle für Klimaauswirkungen. „Wir sprechen hier von einem großen Erfolg“, sagte Marion Verles, CEO von SustainCERT. „Unser Team hat die Ergebnisse des Global Carbon Farming Program validiert und verifiziert, um sicherzustellen, dass die CO2e-Einsparungen vertrauenswürdig und nachvollziehbar sind. Unser Ansatz hilft Unternehmen, Fortschritte bei der Erreichung ihrer Scope-3-Ziele nachzuweisen, indem wir die Maßnahmen in der Wertschöpfungskette validieren und verifizieren und die daraus resultierenden Ergebnisse bestätigen.“

In Zukunft weitet BASF das Global Carbon Farming Program weiter aus und arbeitet mit Partnern weltweit über unterschiedliche Pflanzenkulturen hinweg zusammen, um ähnliche Vorteile für deren Wertschöpfungsketten zu erzielen. Die aus diesem Programm gewonnenen Erkenntnisse sind auch für Boortmalt sehr wertvoll, da das Unternehmen sein ehrgeiziges Programm für regenerative Landwirtschaft auf verschiedene Regionen ausdehnt und es auf jedes Land zuschneidet. Das Unternehmen hat sich verpflichtet, den Übergang zu regenerativen Praktiken zu erleichtern und seine Gerstenemissionen bis 2030 um 30,3 Prozent zu reduzieren, verglichen mit dem Basisjahr 2023, in Übereinstimmung mit seinen SBTi-Verpflichtungen.

Über Boortmalt

Boortmalt ist weltweit führendes Mälzereiunternehmen mit einer Produktionskapazität von drei Millionen Tonnen. Die Gruppe ist mit 27 Mälzereien auf fünf Kontinenten vertreten. Sowohl Brauereien und Brennereien als auch die Lebensmittelindustrie schätzen die Expertise von Boortmalt. Boortmalt hat eine starke Vision von Nachhaltigkeit und fördert in diesem Sinne die kontinuierliche Verbesserung von Anbaumethoden durch lokale Beschaffungsprogramme, die umweltverträglich sind und lokale Produzenten fördern. Boortmalt hat sich der Initiative „Science-Based Targets“ (SBTi) verpflichtet. Darüber hat das Unternehmen eine Partnerschaft mit der Waterford Distillery, bei der ein einzigartiges Beschaffungsmodell mit dem Namen „single farm origin“ zum Einsatz kommt. Ziel aller Beteiligten ist es, die Gesundheit des Bodens, die Qualität des Getreides und die Klimaresistenz über die gesamte Lieferkette hinweg zu verbessern – vom Korn bis zum Glas.

  1. Verified Impact Units sind anrechenbare CO2 Einsparungen in der Wertschöpfungskette. ↩︎
  2. Scope 3-Emissionen sind das Ergebnis von Aktivitäten, die von Anlagen ausgehen, die sich nicht im Besitz oder unter der Kontrolle der berichtenden Organisation befinden, sondern die die Organisation indirekt in ihrer Wertschöpfungskette beeinflusst. ↩︎

Kategorie: News Stichworte: BASF, Boortmalt, CO2, Gerste, Global Carbon Farming Program

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